Tübingen, 11.04.2011

 

Jahresbericht 2010 für die Mitgliederversammlung
am 11. April 2011, Volksbank, Herrenberger Straße

 

Inhalt

1. Vorstand                                                                                       S. 2

           

2.. Umzug                                                                                         S. 2

                                                                                  

3. Tätigkeitsbereiche                                                                         S. 2

3. 1. Service                                                                                      S. 2                

Ø  Seniorenclubs

Ø  Naherholung

Ø  Landesseniorentag in Friedrichshafen

Ø  Fortbildung für Clubleiter und Clubleiterinnen

Ø  Literaturcafe

Ø  Gesund und aktiv älter werden

 

3.2. Beratung                                                                                     S.4

Ø  Präsenz

Ø  Broschüre

Ø  Patientenverfügung

Ø  Ehrenamtliche Gesundheitsberatung

Ø  Ehrenamtliche Mediation

Ø  Ombudsstelle

Ø  Internet-Auftritt

Ø  Patientenforum

Ø  Wohnen mit Hilfe

Ø   

3.3. Interessenvertretung                                                                 S. 6

Ø  Ausschuss für Soziales, Bildung, Jugend und Sport

Ø  Ausschuss für Planung, Verkehr, Energie und Umwelt

Ø  Ausschuss für Wirtschaft, Verwaltung und Finanzen

Ø  Aufsichtsrat der Tübinger Altenhilfe

Ø  Realisierung des Stadtseniorenplans

Ø  Netwerk Seniorenbörse

Ø  Barrierefreie Stadt Tübingen

Ø  Runder Tisch Heimbeiräte

Ø   

4. Planung 2011                                                                                S. 8

Ø  Ehrenamtliche Gesundheitsberatung

Ø  Suche nach Büroräumen im Stadtzentrum

Ø   

5. Dank                                                                                             S. 8

 

 

 

                                                                             

 


1. Vorstand

 

Dem Vorstand gehören 13 Personen an, neben dem Vorsitzenden drei Stellvertreter/innen, vier Beiräte, die Schriftführerin und der Kassierer. Kraft Amtes gehören dem Vorstand drei Mitglieder an: Barbara Kley, die Koordinatorin für Senioren und Menschen mit Behinderung, Gabriele Merkle, Geschäftsführerin der Begegnungsstätte Hirsch, und Adelheid Schnepf von der Beratungsstelle für ältere Menschen.  

Der Vorstand hat 2010 achtmal getagt. Wir führen diese Sitzungen in verschiedenen Alteneinrichtungen von Tübingen durch.

2. Umzug


Unsere Suche nach neuen Büroräumen in der Innenstadt war schließlich erfolgreich. Mit einem Tag der offenen Tür haben wir am 23. November 2010 unseren Umzug in die Schmiedtorstraße gefeiert. Nun sind wir gleich neben dem Bürgerheim und dem Kreisseniorenrat, neben Sozialamt, Sozialforum, Büro aktiv und dem Koordinationstreffen Tübinger Behindertengruppen in die Mitte der Stadt gezogen. Wir haben beobachtet, dass es seither manchen Menschen leichter fällt uns aufzusuchen.

3. Tätigkeitsbereiche

3.1. Service

 

Ø  Seniorenclubs

Wir begleiten die Seniorenclubs und versuchen diese zu unterstützen, wo uns dies möglich ist. Gerne sind wir bei Jubiläen und Festen dabei. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Arbeit der Clubs zu würdigen und darauf zu verweisen, welch wichtigen Beitrag die Clubs für ältere Menschen leisten. Die Referentenliste, die wir ständig aktualisieren, soll den Clubleiterinnen und Clubleitern bei der Programmgestaltung helfen (verantwortlich: Silke Risler, Dora Ballbach).

Ø  Naherholung

Im vergangenen Jahr haben wir vom 2. August bis 13. August wieder zwei Wochen Naherholung in der Sophienpflege durchgeführt. Ca. 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich mit körperlichen und geistigen Anregungen aller Art gut erholt. Es gab wieder ein ansprechendes Programm, bei dem Singen und Lachen immer im Vordergrund standen. Viele Ehrengäste haben uns besucht. Der Preis blieb stabil bei 115.- €, das ist ein sehr preisgünstiges Angebot, das wir nur durch die ehrenamtliche Arbeit aller Beteiligten ermöglichen können. Im Jahr 2011 müssen wir die Kosten auf 120,- € anheben.

 

Es waren zwei erlebnisreiche und erholsame Wochen, obwohl das Wetter uns diesmal nicht ganz so gewogen war! Herzlichen Dank an Marianne Boehmer, Christa Wachter und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Küche und bei der Betreuung!

 

Dieses Jahr bieten wir eine neue Kosten-Ermäßigung an: Die Naherholung steht nun als Angebot auf der Tübinger Bonuskarte, d. h. für Inhaber der Bonuskarte reduziert sich der Preis von 120,- € pro Woche auf die Hälfte. Damit wollen wir denen eine Chance geben sich zu beteiligen, die mit einer schmalen Rente auskommen müssen.

 

Die Anmeldung ist ab sofort wieder möglich. Die Termine sind:

1. bis 5. August und 8. bis 12. August. Baldige Anmeldung wird empfohlen! Die ersten Anmeldungen sind schon eingegangen. Die Handzettel liegen hinten aus.
(verantwortlich: Marianne Boehmer, Christa Wachter)

 

Ø  Landesseniorentag in Friedrichshafen

Für den Landesseniorentag am 14. Oktober hatten wir einen gut besetzten Bus organisiert. Im Hauptreferat in Friedrichshafen setzte sich Prof. Kruse mit dem sechsten Altenbericht der Bundesregierung auseinander. Auch der damalige Ministerpräsident Mappus machte den Senioren seine Aufwartung.

2011 wird der Landesseniorentag am 12. Oktober in Singen stattfinden.
Bitte den Termin vormerken! (verantwortlich: Silke Risler, Dora Ballbach)

 

Ø  Fortbildung für Clubleiterinnen und Clubleiter


Unsere alljährliche Fortbildungsveranstaltung für Clubleiterinnen und Clubleiter fand am 22. November 2010 im Konferenzraum der Kreissparkasse Tübingen statt. Frau Ursula Barth, Dipl. Sozialarbeiterin, und Herr Ernst-Werner Briese, Kreisseniorenrat, haben zum Thema: „Wohnen im Alter“ referiert. (verantwortlich: Silke Risler und Dora Ballbach)

 

Ø  Literaturcafé

Einmal im Monat findet im Café in der Kunsthalle ein Literaturcafé statt. Jeden ersten Dienstag im Monat können „Senioren und andere jung Gebliebene“ sich beim Literaturstammtisch zu Lesungen und Gesprächen treffen. So waren z. B. eingeladen: Dr. Wilfried Setzler, Frau Inge Jens,
Prof. Dr. K. J. Kuschel, Frau Ute Jönsson, Frau Monika Müller-Schauenburg.

Nächster Termin ist der 3. Mai mit einer Lesung von Frau Mechthild Wieland „Der Leviathan“ von Joseph Roth (verantwortlich: Silke Risler)

Ø  Gesund und aktiv älter werden

Nach einer Aktionswoche 2009 zu diesem Thema unter der Leitung von Herrn Wellhäuser gab es 2010 ein offenes Bewegungs-Angebot im alten Botanischen Garten. Jeden Dienstag und Freitag ab 10 Uhr konnten sich alle, die vorüber gingen, auf abwechslungsreiche Weise bewegen. Das Angebot wurde von Tübinger Vereinen und Einrichtungen mit vielfältigen Bewegungsangeboten ausgerichtet. Zu unserer großen Freude wurde das Angebot ganz regelmäßig bei jedem Wetter sehr gut angenommen. Ich denke, die Offenheit für jede und jeden und die Vielfältigkeit der Veranstaltungen kam den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr entgegen, so dass sie immer mit dabei waren. Es waren durchschnittlich um die 40 Personen beteiligt.

Seit dem vergangenen Freitag, dem 8. April, gibt es dieses Angebot wieder. Sie sind alle wieder herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Wir sind dankbar, dass trotz knapper Geldmittel die Stadt Tübingen die Fortsetzung ermöglicht hat. Jetzt ist Frau Ibrahimovic für die Organisation verantwortlich. Herr Wellhäuser hat ein Referendariat begonnen.


3.2. Beratung

Ø  Präsenz

Jeden Tag von Montag bis Freitag sind wir von 9 bis 12 Uhr im unserem neuen Büro bereit und ansprechbar zu vielen Fragen, die die Seniorinnen und Senioren an uns herantragen. Oft geht es um die Patientenverfügung, allgemein aber um jede Form der Vorsorge. Es ist immer einmal möglich, dass man in die Lage kommt, nicht selbst entscheiden zu können. Dann sollte man so vorgesorgt haben, dass die Angehörigen wissen, was zu geschehen hat, wer dafür zuständig ist und worauf zu achten ist. Hierbei und bei anderen Fragen des Älterwerdens beraten wir regelmäßig. 

Wir freuen uns immer, wenn jemand hereinkommt, auch wenn es nur darum geht, einmal kurz „Guten Tag“ zu sagen. Manchmal ergibt sich daraus ein wichtiges Gespräch, das vielleicht die Besucher, vielleicht aber auch uns gestärkt entlässt. (verantwortlich: Dora Ballbach, Silke Risler, Christel Rieger, Bernhard Späth, Hubert Spiegelhalder, Uwe Liebe-Harkort)

Ø  Broschüre

Unsere Broschüre: „Wegweiser für Senioren in Tübingen, 2010“ mit einer Auflage von 3 500 Stück ist schon wieder fast vergriffen. Deshalb bereiten wir gerade die nächste Auflage 2011 vor (verantwortlich: der gesamte Vorstand).

Ø  Patientenverfügung

Eine unserer Hauptaufgaben in der Büro-Präsenz ist die Vorsorgeberatung, insbesondere die Patientenverfügung. Wir haben unser Formular seit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes an die veränderten Bedingungen angepasst. Wir empfehlen, zusammen mit der Patientenverfügung auch eine Vorsorgevollmacht zu errichten, damit in allen rechtlichen und finanziellen Belangen im Sinne des Bevollmächtigenden gehandelt werden kann.

Ø  Ehrenamtliche Gesundheitsberatung

Seit dem vergangenen Jahr hat sich unsere ehrenamtliche Gesundheitsberatung etabliert. Sie wird gut nachgefragt. Bei schwierigen medizinischen Entscheidungen ist es oft wichtig, eine zweite Meinung einzuholen. Für diese steht Prof. Risler zur Verfügung. Wir sind dankbar, dass er sich für diese Aufgabe zur Verfügung stellt. Alle, die sich schon an ihn gewendet haben, wissen seinen kompetenten Rat zu schätzen.
Termine können über das Büro vereinbart werden. Faltblätter liegen aus.

Ø  Ehrenamtliche Mediation

Über unser Büro können Sie einen ehrenamtlichen Mediator kontaktieren, um in einem Konfliktfall einen Lösungsweg zu suchen. Die Lösung liegt oft in bisher nicht gesagten Dingen, in verborgenen Interessen, in überraschender Übereinstimmung hinter vordergründigen Gegensätzen oder in Kompromissen, die gemeinsam erarbeitet werden. So können die Beteiligten ihre Lösung leichter finden. Dr. Martin Diem, Richter i.R., Dr. Ulrike Diem, Ärztin, und Dr. Sybille Brauch, Pädagogin i.R., sind ausgebildete Mediatoren/Mediatorinnen, die ehrenamtlich in Konfliktfällen fachkundig und taktvoll weiter helfen. Auch in diesem Jahr möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Angebot noch besser nachgefragt werden könnte.

 

Ø  Ombudsstelle

 

Es gibt Situationen, in denen ältere Bürgerinnen oder Bürger dieser Stadt mit Behörden, öffentlichen Einrichtungen, im Wohnumfeld, mit Versicherungen, beim Einkaufen oder im Verkehr in Konfliktsituationen geraten. Hier haben wir eine Ombudsstelle eingerichtet, die in solchen Fällen eine kompetente Hilfe anbietet. Vertreten wird diese Stelle durch Ursula Herzau. Sie ist Juristin und kennt sich in Rechtsstreitigkeiten aus. Leider wird von der Möglichkeit, sich hier Hilfe zu holen, noch sehr selten Gebrauch gemacht.

 

Ø  Internet-Auftritt

 

In einem  Internet-Auftritt unter der Adresse www.stadtseniorenrat-tuebingen.de informieren wir über alle wichtigen Arbeiten des Stadtseniorenrates. Ich freue mich, dass wir mit Gudrun Conradi eine kompetente Fachfrau haben, die unsere Internet-Seite pflegt und aktualisiert. Sie hat vor kurzem die Seite komplett verändert. Wir werden weiter daran arbeiten. (verantwortlich: Gudrun Conradi)

 

Ø  Patientenforum

Seit 2009 gibt es einen Gesprächskreis, der sich den Interessen von Patienten zuwendet. Ihm gehören die unabhängige Patientenberatung an, das Sozialforum, der VdK u. a.

Das Patientenforum beschäftigt sich mit Fragen rund um den Patienten. Hier geht es um Therapien, Arzneimittel, Leistungen der Kliniken und Ärzte, neue Modelle im Hausarztbereich, Diskussion um die e-Card. Eine Reihe von Veranstaltungen mit solchen Themen hat das Patientenforum bereits durchgeführt.

 

Ø  Wohnen mit Hilfe

Studierende suchen – auch in diesen Tagen wieder – ein Zimmer für die Zeit ihres Studiums. Viele ältere Menschen, die eine Immobilie besitzen, wohnen in einem großen Haus allein. Sie hätten Platz für Studierende. Und manchmal wären sie sehr dankbar für eine Hilfe im täglichen Leben: Beim Einkaufen, bei der Gartenarbeit, bei sonstigen Besorgungen usw.

Da greift nun ein neues Projekt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, der Stadtverwaltung und dem Studentenwerk, in dem Wohnpartnerschaften vermittelt und begleitet werden. Vor Beginn der Wohnpartnerschaften werden zwischen den Partnern klare Absprachen getroffen und in einer schriftlichen Vereinbarung geregelt, welche Hilfeleistungen und wie viele Stunden zu leisten sind. Claudia Stöckl vom DRK begleitet die Wohnpartner, damit alle Absprachen auch eingehalten werden. Als Faustregel gilt: pro m2 überlassener Wohnfläche leisten die Studierenden eine Stunde Hilfe im Monat. Nebenkosten wie Strom, Heizung und Wasser werden von den Studierenden getragen. Pflegerische Tätigkeiten sind ausgeschlossen.

Wohnen mit Hilfe muss sich noch etablieren. Es ist eine gute Idee mit einem guten Konzept. Es kommt beiden Partnern entgegen. Wir empfehlen das Projekt sehr.

 

 

3.3. Interessenvertretung

 

Der Stadtseniorenrat ist in verschiedenen Gremien der Stadt vertreten. Durch diese intensive Beteiligung bei vielen wichtigen Entscheidungen haben wir oft die Möglichkeit, die Interessen älterer Menschen einzubringen. Es gibt mit der Stadtverwaltung eine hervorragend funktionierende Zusammenarbeit. Hier möchte ich v. a. die Kooperation mit Frau Kley hervorheben, die uns unterstützt und mit der wir auf vielen Gebieten eng zusammenarbeiten.

 

Ø  Ausschuss für Soziales, Bildung, Jugend und Sport

Der Stadtseniorenrat vertritt schon seit langem die Interessen der Tübinger Senioren und Seniorinnen in einem ständigen Sitz im Sozialausschuss des Gemeinderates, wo er als sogenannter sachkundiger Bürger mit beratender Stimme mitwirkt. (verantwortlich: Uwe Liebe-Harkort, Silke Risler)

Ø  Ausschuss für Planung, Verkehr, Energie und Umwelt

 

Seit der neuen Legislaturperiode ist der Stadtseniorenrat durch Bernhard Späth und Dora Ballbach auch im Planungsausschuss vertreten. Hier werden wichtige Entscheidungen zu den Themen Wohnen und Verkehr getroffen. Und es ist gut, dass wir hierbei mitreden können. Z. B. haben wir uns sehr dafür eingesetzt, dass in den Monaten mit extremer Schneebelastung mehr für das Schneeräumen getan wird. Das ist für dieses Jahr nicht gelungen, ist uns aber für die Zukunft zugesagt worden.

Ø  Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung

Für den Verwaltungsausschuss haben wir ebenfalls einen Sitz beantragt.

Ø  Aufsichtsrat der Tübinger Altenhilfe

Auch im Aufsichtsrat der Tübinger Altenhilfe haben wir seit einiger Zeit
einen Sitz

 

Ø  Realisierung des Stadtseniorenplans der Stadt Tübingen

 

Zusammen mit Stadtverwaltung, der HIRSCH-Begegnungsstätte und der Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen wurde im Jahr 2009 eine Seniorenplanung auf den Weg gebracht.

Wir arbeiten zusammen mit Frau Kley daran, in verschieden  Stadtteilen Bürgertreffs aufzubauen, in denen nicht nur für ältere Menschen Gelegenheit zum Austausch aller Art gegeben ist. Im Samariterstift in Derendingen konnten wir schon im Dezember 2009 einen ersten Bürgertreff einweihen. Gerd Hagmeyer ist hier der Hauptverantwortliche, der die Organisation zusammen mit dem Bürgerverein Derendingen übernommen hat. Hier finden  regelmäßige Veranstaltungen statt.

Im vergangenen Jahr ist der Bürgertreff Nordstadt eingeweiht worden. Das Besondere ist dort, dass sich Menschen aller Generationen zusammen finden. Für die Senioren hat dort Silke Risler die Verantwortung übernommen. Sie hat Menschen gefunden, die sie unterstützen. Auch hier finden jetzt regelmäßige Veranstaltungen für die Bürger aus dem Quartier statt. Dafür gebührt ihr ein besonderer Dank. Wir bewundern Silke Risler für die Energie, die sie aufgebracht hat, alle ihre Aufgaben zu bewältigen!

 

Ø  Netzwerk Seniorenbörse

 

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass ein immer größer werdender Unterstützungsbedarf für ältere Menschen auch im nichtpflegerischen Bereich erforderlich ist. Gleichzeitig werden die Mittel für diesen Hilfebedarf immer knapper. Aus verschiedenen Gründen ist immer öfter und in immer größerem Umfang der Einsatz von nicht professionellen Helferinnen und Helfern notwendig.

 

Da es in Tübingen viele Einrichtungen gibt, die in diesen Bereichen tätig sind, war es nötig, mit diesen ins Gespräch zu kommen. Dies haben wir in der AG ambulante Hilfen begonnen. Wir werden diese Gespräche fortsetzen mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen zu intensivieren und Ältere an den wichtigen Informationen teilhaben zu lassen.

Hierzu wird auch das Hilfetelefon dienen, das unter der Leitung des Schwäbischen Tagblatts von vielen sozialen Institutionen eingerichtet und eine Ergänzung des Tagblatt-Wegweisers werden soll.

 

Für den Herbst haben wir Prof. Klaus Dörner eingeladen. Es soll eine große Veranstaltung werden, wo wir diesen Netzwerkgedanken weiter entwickeln wollen. Termin ist der 29. November 2011 um 17.30 Uhr im Sparkassen-Carrée.

 

Ø  Barrierefreie Stadt Tübingen

 

Mehrere Arbeitsgruppen haben schon 2009 einen Maßnahmenkatalog im Hinblick auf die Entwicklung von Tübingen als barrierefreie Stadt erarbeitet. Die Leitung dieser Arbeitsgruppen lag bei der Koordinatorin für Senioren und Menschen mit Behinderung, Frau Kley. Zusammen mit dem Koordinationstreffen Tübinger Behindertengruppen und vielen anderen Einrichtungen haben wir an diesem Maßnahmekatalog mitgearbeitet und wollen nun bei der Umsetzung aktiv mitwirken.

 

Ø  Zusammenarbeit mit Alteneinrichtungen und Pflegeheimen:
„Runder Tisch Heimbeiräte“

Wir wollen mit allen Pflegeheimen kontinuierlich und kompetent so zusammenarbeiten, dass eine Vertrauensbasis entsteht. Wir freuen uns, wenn wir  bei festlichen Anlässen eingeladen werden, aber wir wollen natürlich v.a. mithelfen, die Situation der Bewohnerinnen und Bewohner der Heime zu verbessern. Diese Arbeit haben wir in die Hände von Gerd Hagmeyer gelegt. Er wird an dieser Aufgabe weiterhin dranbleiben.

 

 

 

 

3. Planung 2011

 

Ø  Seniorenpreis

Bei der Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr machte Dr. Sütterlin den Vorschlag, einen Seniorenpreis Tübingen auszuloben.  Wir haben beschlossen, diesen Vorschlag zu verwirklichen. Ein solcher Preis soll alle zwei Jahre vergeben werden. Wir haben Gespräche mit der Kreissparkasse geführt, die gerne mit uns dieses Projekt auf den Weg bringen will. Weitere Gespräche werden nötig sein. Es braucht auch Verantwortliche, die das Projekt in die Hand nehmen. Weitere Kooparationspartner, auch die Stadtverwaltung, müssen noch angesprochen werden.

Ø  "Willkommen im Alter“

Die Gastarbeiter der ersten Generation sind nun bei uns  im Alter angekommen. Viele haben ihr Arbeitsleben hier verbracht mit Hoffnung auf Rückkehr. Im Stadtseniorenplan wurde eine Umfrage unter Migrantinnen und Migranten durchgeführt. Es zeigte sich, dass Menschen mit Migrationshintergrund ganz unterschiedlich mit dem Alter umgehen. Es ist wichtig, dass sie die grundlegenden Informationen erhalten und dass sie Zugang haben zu den Einrichtungen, die sich mit dem Alter beschäftigen.

Wir arbeiten in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Infö, der Stadt Tübingen, dem Hirsch, der Beratungsstelle für ältere Menschen und anderen Einrichtungen an diesen Fragen. Mit dem Titel „Willkommen im Alter“ hat Infö eine Veranstaltungsreihe begonnen, in der Begegnungen mit fachkundiger Information verbunden werden soll.


4. Dank

 

Wieder ist es eine Fülle von Arbeiten, die uns im Laufe des vergangenen Jahres ausgefüllt hat. Wieder soll am Ende der Dank stehen.

 

Ich möchte mich zunächst bei Frau Kley bedanken, mit der sich, seit sie diese neu geschaffene Stelle ausfüllt, eine immer intensivere Zusammenarbeit entwickelt hat. Sie unterstützt uns sehr oft manchmal auch in kleinen Dingen wie dem Druck von Plakaten, sie hilft und berät uns in vielen wichtigen Details der täglichen Arbeit und sie hat immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen

 

An zweiter Stelle möchte ich Gabriele Merkle und Adelheid Schnepf an-sprechen. Sie vertreten in unserem Kreis die Begegnungsstätte Hirsch und die Beratungsstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen. Wir sind froh, dass wir sie in unserem Kreise haben. Zusammen lassen sich viele Fragen besser klären und gemeinsam gehen wir viele Projekte erfolgreich an.

Auch Anne Frommann möchte ich im Namen des Stadtseniorenrates für ihre Unterstützung danken. Sie hat uns kenntnisreich, hartnäckig und liebevoll  immer wieder auf die Fundamente unserer Arbeit zurückgeführt, wenn uns die alltägliche Praxis zu absorbieren drohte. Außerdem hat sie uns hin und wieder zu Gesprächen bei leckerem Abendessen eingeladen.

 

Außerdem möchte ich mich bei den ehrenamtlichen Beratern bedanken. Das sind Prof. Risler für die Gesundheitsberatung, Herr und Frau Dres. Diem und Frau Dr. Brauch für die Mediation, sowie Frau Herzau für die Ombuds-arbeit und schließlich Frau Conradi, die unsere Homepage pflegt. Sie alle setzen sich für ältere Menschen mit ihren Kräften und ihrer Zeit ein. Dafür sage ich im Namen dieser Menschen: Danke!

 

Am Schluss möchte ich aber dem Team des Stadtseniorenrates für seine unermüdliche und qualifizierte Arbeit danken. Es sind viele Sitzungen, die abgehalten werden. Alle haben ihre Arbeitsbereiche, für die sie verantwortlich sind. Alle Aufgaben werden abgesprochen. Alle müssen weitgehend von einander wissen und informiert sein. Es ist viel Bewegung im Thema „Alternde Gesellschaft“. Es kommen immer öfter neue Aufgaben auf die Agenda. All das will abgewogen sein, genau bedacht und kommuniziert werden. Dafür haben sich alle Vorstandsmitglieder intensiv eingesetzt und dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.